Handschrift voran gestellt ist, hat er p. xxi, die Reihenfolge der Specialtitel willkürlich ändernd, den Titel Curathmír Emna Macha zwischen die Titel Briatharchath Ban-Ulad und Tochim Ulad do Chruachnaib Ai gestellt, und ihn ebenso unberechtigt auf unsere Capitel 33 bis 41, die Expedition zu Cúroi, bezogen. Mit demselben Rechte könnte man überhaupt der ganzen Compilation den Titel Curathmír Emna Macha geben. Soll aber nur ein bestimmter Theil diesen Specialtitel führen, so können dies eben nur die Capitel im Anfang sein, in welchen zuerst exponirt wird, was unter dem Curathmír zu verstehen ist. Im Texte ist leider nicht markirt, wo dieser Theil anfängt. Die erste Erwähnung des Curathmír findet sich Cap. 8, der Streit um denselben beginnt Cap. 14.
Wenn wir vermuthen, dass die Expedition zu Cúroi nicht zum ältesten Bestände der in Eg. und LU. überlieferten Compilation gehört, so ist andrerseits nicht zu übersehen, dass die Expedition zu Cúroi in der Form, in der wir sie hier kennen lernen, ebenso sehr wie die Expedition zu Ailill und Medb das Fest des Bricriu und den Streit um den Heldentheil voraussetzt. Dieses Fest und dieser Streit bildeten offenbar einen jener besonders anziehenden Punkte der Sagentradition, an welche andere Sagen, und zwar hier diese, dort jene, angesetzt wurden. Während das Fest und der Streit die unveränderlichen Ausgangspunkte blieben, wussten verschiedene Erzähler verschiedene Lösungen des Conflicts und verschiedene Abenteuer, die sich an den Conflict anschlössen. Den schlagendsten Beweis für die Richtigkeit einer solchen Auffassung giebt die Existenz des im Gelben Buch von Lecan überlieferten Textes Fled Bricrend ab, der, wie schon oben S. 236 bemerkt, im Anschluss an ein Fest des Bricriu total verschiedene Dinge erzählt.
Betrachtete der Compilator jede der verschiedenen Versionen von der Entscheidung des Streites als historische Wahrheit, so konnte er sie nur dadurch zu einem Ganzen vereinigen, dass er erfand, Loegaire und Conall hätten sich den Urtheilssprüchen nicht unterwerfen wollen. In dem Stücke, welches wir oben S. 246 für eine andere Version des Cennach ind Ruanada erklärt